Brompton Bikes – für überall
Alles fing mit Andrew Ritchie an, einem jungen Erfinder, der daran glaubte, dass es eine bessere Art gibt, sich in der Stadt fortzubewegen.
1975 erfand er im Schlafzimmer seiner Wohnung – die übrigens einen Ausblick auf das Brompton Oratory bot – ein Fahrrad mit einem genialen dreiteiligen Faltsystem. Es war ein Fahrzeug, das man ganz kompakt zusammenfalten und ihn überall hin mitnehmen konnte – eine Art „fliegender Teppich“ für die Stadt.
In den nächsten zehn Jahren feilte Andrew in einer kleinen Werkstatt, die er bei einem örtlichen Maschinenbauunternehmen gemietet hatte, wie besessen an seiner Erfindung sowie auch an seinen autodidaktisch erlernten Fahrradbaukompetenzen. Er fertigte jedes Rad gesondert und von Hand für die Kunden an.
Doch obwohl genug Nachfrage bestand, bekam Andrew nur Ablehnungsbriefe, als er bei Banken und Fahrradunternehmen anfragte, ob sie eventuell daran interessiert wären, zu investieren. Seine Entschlossenheit zahlte sich aber aus, als im Jahr 1987 dann Julian Vereker einsprang. Dieser war der Gründer von Naim Audio sowie begeisterter Brompton-Besitzer. Nachdem er Andrew überredet hatte, an der Cyclex Bike Show in Olympia, London, teilzunehmen, erhielt Brompton den begehrten Best Product Award, den Preis für das beste Produkt.
Die Einführung des Brompton Superlight im Jahr 2005, das mit einem leichtgewichtigen Titan-Hinterbau sowie Gabeln aus Titan ausgestattet war, stellte für das Rad und auch für das Unternehmen so etwas wie eine neue Entwicklungsstufe dar. Kurz darauf übernahm Will Butler-Adams, einer der leitenden Techniker des Projekts, die Rolle des Geschäftsführers.
Heutzutage ist Andrew als Technischer Direktor tätig und konzentriert sich dabei auf die Technik. Er trat im Jahr 2016 von seiner Geschäftsführerrolle zurück, aber davor wurde eine zukunftsweisende Idee, die in seinem ursprünglichen Patent beschrieben war, noch realisiert: ein Brompton mit einem „Elektroantrieb“.